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Am 11.- 12. September 2010 findet der nächste
"Tag des Schwarzwälder Pferdes" statt.
Programm.
Samstag, 11. September 2010: Prämiierung der zweijährigen Jungstuten,
Reit- und Fahrvorführungen auf der Festwiese
Sonntag, 12. September 2010: Staatsprämiierung und Festzug durch den Ort mit
Reitern und Gespannen, Festwagen, Fußgruppen,
Trachtengruppen und Musikkapellen.
Siehe Programm hier:
PDF-Datei
(ca. 70 KB)"Tag des Schwarzwälder Pferdes" statt.
Programm.
Samstag, 11. September 2010: Prämiierung der zweijährigen Jungstuten,
Reit- und Fahrvorführungen auf der Festwiese
Sonntag, 12. September 2010: Staatsprämiierung und Festzug durch den Ort mit
Reitern und Gespannen, Festwagen, Fußgruppen,
Trachtengruppen und Musikkapellen.
Siehe Programm hier:




Die Geschichte von St. Märgen
St. Märgen ist eine typische Schwarzwaldgemeinde mit einer Fläche von etwa 3.300 ha und einer Höhenlage von 900-1.100 m. Der Ort erstreckt sich von den westlichen Abhängen des Thurners über die Hochebene gegen den Kandel hin. Östlich und nördlich fällt die Gegend ab. Der heutige Ortsteil ”Glashütte” (Hinterstrass) mit einer Fläche von 936 Hektar wurde erst im Jahr 1936 in den Ort St. Märgen eingemeindet. Dieser zählt gegenwärtig rund 1900 Einwohner, wovon im Kernbereich selbst nur etwa die Hälfte wohnt.Seine Entstehung verdankt St. Märgen einer Klostergründung des Jahres 1118. Sie war durch den Augustiner-Chorherren, Dompropst Bruno von Straßburg, betrieben worden. Der so entstandene Ort war viele Jahrhunderte hindurch mit den Geschicken des Klosters, das als Maria Zell auf dem Schwarzwald Erwähnung findet, aufs engste verbunden. Bis ins 19. Jahrhundert war das Wohl der politischen Gemeinde nicht unerheblich von diesem Stift abhängig. Das auffälligste Bauwerk des Ortes ist die Wallfahrtskirche, deren Doppeltürme das Dorf überragen, so dass man diese Wahrzeichen von weither sehen kann. Die erste Kirche an dieser Stelle war um das Jahr 1493 herum erbaut worden. Sie wurde, zusammen mit dem Pfarrhaus, schon 1560 zerstört. Während des Spanischen Erbfolgekrieges kam es im Jahr 1704 nochmals dazu, dass sie erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde, und zwar durch französische Truppen.
In den Jahren 1716 bis 1723 führte man den erneuten Wiederaufbau durch. Darüber wird berichtet: “Der Baumeister verpflichtet sich, die Kirche mit zwei Türmen - gegenüber einem vorher - und zwei Nebenkappellen aufzumauern.” Am 12.9.1907 zerstörte ein Großbrand das Gotteshaus abermals. Mit Hilfe von Spenden und Sammlungen konnte man es in seiner heutigen Gestalt wieder aufbauen.St. Märgen wird im Übrigen auch als Geburtsstätte der Schwarzwälder Uhr angesehen. Lorenz Frey, der auch Saiteninstrumente anfertigte, und ein Bauer namens Kreutz, beide in der Gemeinde beheimatet, gelten als Gründer der betreffenden Uhrenindustrie und als Verfertiger der ersten hölzernen Uhrengehäuse.
Erwähnt werden können eine ganze Reihe von in St. Märgen geborenen oder hier doch zeitweise lebenden Künstlern. Zu nennen sind etwa der Bildhauer Paul Saier von der Spirzen, der Schnitzer Egon Hummel und der Holzbildhauer Matthias Faller. An den Letzteren erinnert eine Gedenktafel an der Nordseite der Wallfahrtskirche, und einige seiner Werke schmücken die Kirche. Zudem verdienen es mehrere bedeutende Künstler (und Schriftsteller) aus der jüngeren Zeit, hier festgehalten zu werden, so Karl Biese, Prof. Gustav Traub, Ruth Schaumann (zugleich Autorin), Prof. Amandus Goetzell, Roland Peter Litzenburger, Ursula Schrumpf und Prof. Peter Dreher.
Der Haupterwerbszweig des Ortes St. Märgen war in vergangenen Jahrhunderten stets die Landwirtschaft, dabei insbesondere die Viehhaltung. Noch heute spielt die Gruppe der Land- und Forstwirte eine wichtige Rolle. Bei der Viehhaltung hat besonders die Zucht von Pferden für den Ort eine erhebliche Bedeutung. Hier entwickelte sich nämlich eine Rasse, die als das Schwarzwälder Pferd, auch als St. Märgener (oder Schwarzwälder) Fuchs, bekannt geworden ist und immer noch gepflegt wird. Alle drei Jahre wird in St. Märgen der “Tag des Schwarzwälder Pferdes”, auch “Roßtag” genannt, gefeiert. Das ist wohl das größte Züchterfest im Blick auf diese Rasse, der allerdings auch sonst alljährlich Veranstaltungen gewidmet sind.Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich St. Märgen zu einem Fremdenverkehrsort. Während damals in den ersten Nachkriegsjahren nur ein paar tausend Übernachtungen jährlich gezählt werden konnten, liegen inzwischen die Zahlen sehr viel höher: nämlich bei rund 100.000 Übernachtungen. In Hotels, Gasthäusern, Ferienwohnungen und privat angebotenen Zimmern stehen dafür etwa 1.000 Betten zur Verfügung. Der Ort ist denn auch “staatlich anerkannter Luftkurort” (als solcher anerkannt durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Baden-Württemberg, und zwar mit Datum vom 24.9.1973, erneut bestätigt in den Jahren 1993 und 2000). Neben einem ausgezeichneten Klima ist es vor allem die schöne und abwechslungsreiche Landschaft, die im Sommer wie im Winter ihre Anziehungskraft auf die Besucher ausübt und ihnen die Möglichkeit gibt, sich von den Anstrengungen des Alltages zu erholen. Ein sehr vielfältiges Angebot von Wander- und Skiwegen, auch von Skipisten, bietet vielfältige Möglichkeiten der Erholung; dabei spielen die herrlichen Ausblicke auf den Kandel, auf den Schauinsland, auf das Feldbergmassiv und auf die Vogesen fraglos eine besondere Rolle. Ein von mehreren Quellen gespeistes Naturschwimmbad lädt im Sommer Kinder und Erwachsene zum Baden ein, entsprechend der nahe gelegene Tennisplatz zum Spielen.
Was den Wintersport angeht, so ist - neben den ortsnahen Liften - das im Winter 1972 durch die Initiative vieler Personen zustande gekommene Skilanglaufzentrum “Thurnerspur” von besonderer Bedeutung. Es zieht auch über die Region hinaus Skiwanderer an. Auf einem 15 Kilometer langen Rundkurs, der sich auf unterschiedliche Arten und Weisen abkürzen lässt, können sich hier sowohl ausgewiesene Sportler als auch Erholungssuchende betätigen und dabei zugleich eine einmalig schöne Landschaft erleben.Die “Tourist Information” bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Gastgebern und mit den örtlichen Vereinen, den Gästen des Ortes ein reichhaltiges Veranstaltungsangebot zu bieten und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, den Aufenthalt auch kulturell ansprechend zu gestalten. Dazu trägt überdies die nahe Umgebung bei, insbesondere die bekannte Universitätsstadt Freiburg mit ihren zahlreichen Veranstaltungen und mit ihren Denkmälern, nicht zuletzt mit dem weltberühmten Freiburger Münster.


