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Am 11.- 12. September 2010 findet der nächste
"Tag des Schwarzwälder Pferdes" statt.
Programm.
Samstag, 11. September 2010: Prämiierung der zweijährigen Jungstuten,
Reit- und Fahrvorführungen auf der Festwiese
Sonntag, 12. September 2010: Staatsprämiierung und Festzug durch den Ort mit
Reitern und Gespannen, Festwagen, Fußgruppen,
Trachtengruppen und Musikkapellen.
Siehe Programm hier:
PDF-Datei
(ca. 70 KB)"Tag des Schwarzwälder Pferdes" statt.
Programm.
Samstag, 11. September 2010: Prämiierung der zweijährigen Jungstuten,
Reit- und Fahrvorführungen auf der Festwiese
Sonntag, 12. September 2010: Staatsprämiierung und Festzug durch den Ort mit
Reitern und Gespannen, Festwagen, Fußgruppen,
Trachtengruppen und Musikkapellen.
Siehe Programm hier:




Uhrenmuseum (die Anfänge der Schwarzwalduhr)
Die Gegend zwischen St. Märgen - Waldau und Neukirch spielte für die Schwarzwälder Uhr in der Anfangsphase eine bedeutende Rolle.Die Uhrensammlung in St. Märgen zeigt die frühe Uhrengeschichte. Sie ist nicht nur Technologiegeschichte,sondern zugleich Sozial- und Kulturgeschichte. Die Absicht dieser Ausstellung ist, die faszinierende Entwicklung der Schwarzwälder Uhr in der Verschiedenartigkeit der äußeren Gestaltung und der Vielfalt der Verzierungsmöglichkeiten zu zeigen, an denen schier unerschöpflich der Phantasiereichtum der Schwarzwälder Bauern-Uhrmacher geübt hat.
Nach der Überlieferung gilt als Geburtsjahr der Schwarzwälder Uhr das Jahr 1640.
Man glaubt zu wissen, dass Glasträger das bunte Bild der Fremde mitbrachten
- berichteten und erzählten - und dadurch der Heimat das Blickfeld erweiterten,
und vor allem, sie erhielten neue Anregungen zu anderen Verdiensten.So gilt - ungesichert - bis heute die Version, dass ein Glasträger von der "Glashütte Knobelswald" (heute Gemeinde St. Märgen), eine mechanische Eisenuhr(in Böhmen oder Köln) erworben und mit nach Hause gebracht hat. Fest steht, dass um 1650/1660 im Gebiet um St. Märgen herum durch "Tüftler" diese mechanischen Eisenuhren als Holzuhren nachgebaut, eben kopiert wurden. Mit einfachsten Geräten, mit Schnitzmesser, Säge und Feile, fertigten die Gebrüder Kreutz auf der Redeck, auf dem Glashof bei Waldau, Lorenz Frey, besser als Hackbretterlenz bekannt, auf seinem Häusle bei St. Märgen und Simon Henninger aus Stockwald bei St. Georgen die ersten einfachen Holzuhren.
Es waren Waag- oder Unruh-Uhren aus Holz mit nur drei Rädern und einem Stundenanzeiger.
Zum Antrieb diente ein Feldstein. Die gebastelten Uhren waren zunächst nur für den eigenen
Bedarf und eventuell für einen engeren Markt gedacht. Nach dem Auftauchen der ersten
hausgemachten hölzernen Uhren im Schwarzwald griff die Faszination, die von diesen
Mobiles ausgeht, um sich. Seit der Wende zum 18. Jahrhundert wurde die Uhr nun zu einem
wichtigen Handelsartikel des Schwarzwaldes. Man verbesserte und verfeinerte die Uhren
unablässig, baute Glas- und Metallglöckchen für den Stundenschlag ein, ersetzte die Holzräder
durch solche aus "Gelbguss", so nannte man Messing damals.Die Wellen und Spindeln wurden später aus Stahl gefertigt.Auch für die Gewichte, die ursprünglich aus Stein, dann aus Glas waren, nahm man jetzt Eisen oder Messinghülsen mit eingegossenem Blei.Um die dauernd wachsende Produktion gut verkaufen zu können, musste ständig etwas Neues geboten werden. So entstanden die Schwarzwälder Männle-Uhren, Spieluhren, Flötenuhren, Türkenuhren, Jockeleuhren, Tieruhren, Kapuzineruhren, Rahmenuhren, Lackschilduhren usw.
Das Besondere an der Schwarzwalduhr war das Uhrenschild,
das überstehend dem Gehäuse vorgeblendet wurde und oben einen rundbogenartigen Abschluss erhielt.Auf dem Mittelteil wurde das Zifferblatt, meist in römischen Zahlen, aufgemalt. Die Ecken fällte man mit Blumenmotiven aus und schmeckte das obere Rundbogenfeld mit einem Blumenbukett, einem Landschaftsbild, einem Bauernhof oder einer Personendarstellung.
Wichtig war das Aussehen der billigen und robusten Schwarzwalduhren. Die Gestaltung des Schildes, die Vorderansicht, war also äußerst wichtig, verkaufsentscheidend. Die Produktion war ungeheuer für die damalige Zeit. Ein paar Zahlen und Fakten. 1796 wurden 75.000 Uhren, 1810 etwa 150.000 - 200.000 Uhren und 1840 sollen sogar 600.000 Uhren gebaut und verhandelt worden sein.Wohl waren Ende des 18. Jahrhunderts bereits einzelne Uhrenhändler in den Nachbarstaaten und in anderen deutschen Landen unterwegs, aber die größte Händlergruppe aus St. Märgen ging in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts auf die "Reise ins Uhrenland'.Allein zwischen 1820 und 1920 sind aus dem damals eintausend Seelen umfassenden Schwarzwalddorf St. Märgen 85 Personen ausgewandert.


Von den insgesamt 49 Uhrenhändlern aus St. Märgen sind 36 nicht mehr heimgekehrt. Die meisten blieben in England und in USA. Zwei wanderten nach Afrika und sechs nach Australien aus. Ihre Namen sind lückenlos bekannt.Uhrengeschichte ist nicht nur Technologiegeschichte, sondern auch Sozialkunde, Soziallehre, Wirtschafts und Vertriebsgeschichte,Volkskunde, Heimat- und Familiengeschichte und sie zeigt auch interessante Lebensschicksale auf.
Uhrengeschichte ist unglaubliche Faszination! Besuchen Sie das Uhrenmuseum, es lohnt sich! Die Uhrensammlung
in St. Märgen zeigt die frühe Uhrengeschichte. Sie ist nicht nur Technologiegeschichte, sondern
zugleich Sozial- und Kulturgeschichte. Die Absicht dieser Ausstellung ist, die faszinierende Entwicklung
der Schwarzwälder Uhr in der Verschiedenartigkeit der äußeren Gestaltung und der Vielfalt der
Verzierungsmöglichkeiten zu zeigen, an denen schier unerschöpflich der Phantasiereichtum der
Schwarzwälder Bauern-Uhrmacher geübt hat.Besichtigungstermine nennt Ihnen die Tourist-Information.
Gruppenführungen außerhalb dieser Öffnungszeiten sind auf Anmeldung jederzeit möglich.
Öffnungszeiten:
Mi, Do: 10.00 - 13.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr
So: 10.00 -13.00 Uhr
Führung:
Mi, Do, So: 11.00 Uhr




